{"id":11,"date":"2006-12-13T07:33:50","date_gmt":"2006-12-13T06:33:50","guid":{"rendered":"http:\/\/217.25.128.12\/?page_id=11"},"modified":"2007-01-19T09:17:19","modified_gmt":"2007-01-19T08:17:19","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.schachzentrum-baden-baden.de\/?page_id=11","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Internationales Turnier zu Baden-Baden 1870<\/strong><\/p>\n<p>Das erste internationale Turnier in Deutschland fand 1870 statt. Der Deutsche Adolf Anderssen gewann bei einem Preisfonds von 3.000 Franken mit einem halben Punkt Vorsprung vor dem ersten offiziellen Weltmeister Wilhelm Steinitz knapp vor Blackburne. Der Wahl-Baden-Badener Iwan Turgenjew war damals im Pr\u00e4sidium des Turniers.<\/p>\n<p>\u00dcberschattet wurde das Ereignis durch den Ausbruch des Deutsch-franz\u00f6sischen Krieges, Parallele zu Mannheim 1914, das Turnier nahm jedoch entgegen 1914 seinen Lauf.<\/p>\n<p><strong>Das Turnier von 1925<\/strong><\/p>\n<p>Kurz vor seinem Sieg im Kampf um die Weltmeisterschaft gegen Jos\u00e9 Raoul Capablanca 1927 errang Alexander Aljechin im Kurhaus Baden-Baden den Sieg in dem bedeutenden, schon damals von der Kurverwaltung durchgef\u00fchrten Turnier. Bei einem Fonds von 10.000 Mark konnten hier so gro\u00dfe Meister wie Rubinstein, S\u00e4misch, Bogoljubow, Marshall, Tartakower, Gr\u00fcnfeld oder Nimzowitsch nicht an Aljechin herankommen.<\/p>\n<p><strong>Ein Neubeginn<\/strong><\/p>\n<p>In den vergangenen zwei Jahrzehnten fanden zahlreiche stark besetzte Open in der Schachstadt Baden-Baden statt. Angeregt wurden diese Schach-Events von Joachim Heiermann, dem Programmchef der Kur- und B\u00e4derverwaltung. Durch erhebliches finanzielles Engagement, aber auch immer mit dem Instinkt f\u00fcr den richtigen Partner konnte er bis heute hochklassige Events nach Baden-Baden holen.<\/p>\n<p>Aus diesem regen Leben auf den 64 Feldern ragten vier Veranstaltungen besonders heraus: 1981 siegten Zolt\u00e1n Ribli (Ungarn) und der Engl\u00e4nder Tony Miles bei einem Gro\u00dfmeisterturnier. Viktor Kortschnoi wurde hier Dritter. Zsuzsa Polg\u00e1r, \u00e4lteste der weltbekannten ungarischen Schwestern, bekam erstmals die Gelegenheit, in einem Topfeld mitzuspielen.<\/p>\n<p>Im Januar 1992 schlug der damalige Champion des Weltschachbundes FIDE Garri Kasparow im Kongresshaus Baden-Baden die vierk\u00f6pfige deutsche Nationalmannschaft in einem Uhrenhandikap glatt mit 3:1.<\/p>\n<p>Im Dezember des gleichen Jahres richtete die Schweizerische Kreditanstalt zusammen mit der Bank Hofmann zwei Gro\u00dfmeister-Wettbewerbe aus. Anatoli Karpow f\u00fcgte seiner Rekordzahl von Turniersiegen einen weiteren hinzu. Vermutlich war es sogar einer seiner gl\u00e4nzendsten Erfolge, denn das Schachgenie aus Moskau gab trotz der hochkar\u00e4tigen Gegner (Kategorie 14) in elf Runden nur drei Remis ab! Ungeschlagen blieb auch der K\u00f6lner Christopher Lutz auf dem zweiten Rang. Das Bank-Hofmann-Turnier gewannen John van der Wiel (Niederlande), Zolt\u00e1n Ribli und der Schweizer Lucas Brunner, die Weltmeisterin Xie Jun landete nach gutem Start auf dem neunten Rang.<\/p>\n<p>Das Jubil\u00e4umsturnier im August 1995 &#8211; 125 Jahre nachdem das Kapitel Turnierschach in Deutschland und Baden-Baden aufgeschlagen worden war &#8211; wurde zu einem gro\u00dfen Erfolg in den Medien. 40 Spieler gingen beim Bank Hofmann Cup an den Start. Ein nur kurzes Gastspiel gab Viktor Kortschnoi. Der Schweizer unterlag im Achtelfinale des K.O.-Turniers \u00fcberraschend dem deutschen Gro\u00dfmeister Rainer Knaak. Mit dem Gl\u00fcck im Bunde befand sich Topfavorit Anatoli Karpow in der Runde der letzten Acht, als er beim 1,5:0,5 \u00fcber den franz\u00f6sischen Gro\u00dfmeister Anatoli Waisser noch den Kopf aus der Schlinge zog. Erst im Endspiel lief der russische FIDE-Weltmeister zu gewohnter Form auf und lie\u00df Viktor Gawrikow (Schweiz) beim 2:0 in den 25-Minuten-Schnellpartien keine Chance. Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu mittlerweile \u00fcber 140 Turniersiegen.<\/p>\n<p>Inzwischen ist die Kur- und B\u00e4derverwaltung in mehrere eigenst\u00e4ndige Gesellschaften geteilt. Joachim Heiermann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Festival Baden-Baden Veranstaltungs-GmbH ist seinem gro\u00dfen Hobby Schach treu geblieben.<\/p>\n<p>1996 ruft er zusammen mit Egon Ditt und Horst Metzing vom Deutschen Schachbund das Karpow-Schachzentrum ins Leben, das Dank der tatkr\u00e4ftigen Unterst\u00fctzung seiner Mitglieder und Tr\u00e4ger, allen voran der Festival Baden-Baden GmbH, ein breites Schachangebot, ausgewogen mit regionalen, nationalen und internationalen Events, in und um Baden-Baden anbieten kann.<\/p>\n<p>Im Mai 1998 bezieht das Karpow-Schachzentrum eigene R\u00e4umlichkeiten im Grenke-Leasing-Haus in der Rheinstra\u00dfe 219 und verpflichtet den deutschen Gro\u00dfmeister Philipp Schlosser als Leiter der Schach-Akademie Baden-Baden. Zur Er\u00f6ffnung kommt unser Namenspatron Anatoli Karpow, amtierender Weltmeister des Weltschachbundes, der FIDE, pers\u00f6nlich.<\/p>\n<p>Im Sp\u00e4tjahr 1998 kommt es dann zur Gr\u00fcndung der Akademie f\u00fcr Schach und Wissenschaft, die vor allem Professoren und Dozenten verschiedener Fachrichtungen vereint in der Erforschung schachlicher Aspekte der verschiedenen Wissensgebiete.<\/p>\n<p>Demn\u00e4chst hier mehr&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Internationales Turnier zu Baden-Baden 1870 Das erste internationale Turnier in Deutschland fand 1870 statt. 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