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Bundesstützpunkt und Schachzentrum in Baden-Baden

Ende April fanden kurz nacheinander die Jahressitzung des Bundesstützpunktes Baden-Baden und des Schachzentrums Baden-Baden statt.

Organisatorisch ist der Bundesstützpunkt seit Jahren als Abteilung dem Schachzent-rum angebunden und wird paritätisch von den Mitgliedern geführt. Diese sind aktuell der Deutsche Schachbund, der Badische Schachverband und der Schachverband Württemberg zusammen mit dem Schachzentrum als organisatorischer Anlaufstelle.

Da der Bundesstützpunkt schon seit einigen Jahren für alle Bundes-Nachwuchskader im Süden Deutschlands tätig ist, wird angestrebt, die Mitgliedschaften auf die Südverbände auszudehnen. Entsprechende Gespräche sollen geführt werden.

Das aktuelle Trainingsprogramm für die süd(west)deutschen jungen Bundeskader wurde 2013 gestartet und in 2014 mit 4 Trainingseinheiten (Freitag/Samstag) fortgesetzt. Trainer ist Großmeister Roland Schmaltz. In 2015 konnten weitere Trainer eingesetzt werden (Großmeisterin Ketino Kachiani-Gersinska, Bundesnachwuchstrainer IM Bernd Vökler). Erstmals wurde ein Seminar auf drei Tage ausgedehnt.

Der Bundesstützpunkt konnte zudem sowohl das Schachjahr für Dennis Wagner und Matthias Blübaum in 2014 und 2015 unterstützen als auch den mehrtägigen Lehrgang der Frauen-Nationalmannschaft zur Vorbereitung auf die Schach-Olympiade unter Leitung von Bundestrainer GM Dorian Rogozenco. Beim diesjährigen Sommer-Camp der GKL Schach Baden-Württemberg in Baden-Baden nahmen mit Josefine Heinemann, Marco Dobrikov und Julian Martin auch Bundeskader teil, die sich auf internationale Meisterschaften vorbereiteten. (Markus Keller)

Weitere Trainingsmaßnahmen wurden direkt vom Schachzentrum veranstaltet. 2015 soll ein Mädchen-Seminar für den Bundes-Nachwuchs dazukommen.

Aktuell liegt erneut ein Antrag auf Verlängerung des Status als Bundesstützpunkt beim Ministerium des Inneren. Im Rahmen der so genannten „BMI-Krise“ wurde ein erster Verlängerungsantrag zunächst abgelehnt.
Aktuell gibt es einen Stau auf Ebene des Bundesinnenministeriums bezüglich der Genehmigung von Bundesstützpunkten. So hat noch kein nicht-olympischer Sport-verband eine Zusage für den Zeitraum 2014-17. Der DSB geht davon aus, dass die Anerkennung erteilt wird.

Der Verein Schachzentrum Baden-Baden hat sich im vergangenen Jahr ganz auf die Felder „Turniere“, „Training“, „Basisarbeit“ und „Öffentlichkeitsarbeit“ konzentriert.
Dies gerne in Kooperationen. Mitglieder des Schachzentrums sind natürliche Perso-nen gleichermaßen wie Organisationen, Schachverbände und –vereine sowie Firmen oder auch die Stadt Baden-Baden.

Herausragend war die Durchführung der GRENKE Chess Classic, dem zweitstärksten Turnier aller Zeiten in Deutschland, mit einem packenden Stichkampf um den ersten Platz zwischen Weltmeister Magnus Carlsen und dem in Baden-Baden ansässigen Arkadij Naiditsch.
Die Vielzahl von Turnieren umfasste u.a. Jugend-Quartalsturniere, 2- und 3-Tage-Turniere, das öffentlichkeitswirksame Mannschaftssimultan der OSG-Großmeister, das künftig zweijährig stattfindet – ein Turnierspektrum von regional über national bis international.
Am 26. September findet die Deutsche Familienmeisterschaft im Baden-Badener Kulturhaus LA8 statt – ein Event, das gleichermaßen die Basis und die Spitze ver-bindet und hier auf ein harmonisches Umfeld trifft.

Das Schachzentrum weist eine breite Palette in den Bereichen „Lernen“ und „Praxis“ auf, von der Kindergartengruppe (Kooperation mit der Grenke-Stiftung und dem Ehepaar Rappen sowie Eltern) über den Leistungssport in der Weltklasse bis hin zum Seniorenschach (Kooperation mit dem Parkstift Hahnhof und der Stadt Sinzheim) und Schulschach (mehrere Kooperationen).

Mit dem Museum LA8 wurde wiederholt im Rahmen eines Grundschulturniers zusammengearbeitet.
Jeden Mittwoch gibt Großmeister Schlosser einen Schach-Talk in den Räumen des Schachzentrums.

Der Bereich Breitenevents konnte dank des Engagements von Bernd Emmelmann weiter ausgebaut werden, u.a. auch mit öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen mit Freilandschach und Spielangeboten (z.B. beim Riesenwiesenfest). Weitere Schwer-punkte liegen auf Schulschach, Seniorenschach und der Integration von Asylanten und Asylbewerbern. In dem Bereich arbeitet das Schachzentrum auch sehr intensiv mit der OSG Baden-Baden und dem Connect & Respect e.V. zusammen.

Das Schachzentrum wird die Betreuung des FSJ-Freiwilligen (Freiwilliges Soziales Jahr) übernehmen, den die OSG Baden-Baden ab 1. September 2015 einsetzen kann. Der Schwerpunkt liegt auf Jugendarbeit in Projekten und an Schulen.

Seine Doppelfunktion als Leistungssportkoordinator der Schachverbände in Baden-Württemberg und als Geschäftsführer des Schachzentrums Baden-Baden gibt Markus Keller zu Mitte des Jahres auf. Die GRENKE-Stiftung unterstützt das Schachzentrum mit der Anstellung des Geschäftsführers (20 Stunden/Woche). Die Position bei den Schachverbänden (GKL-Geschäftsführer) ist öffentlich ausgeschrieben.